Claudiu Silvestru, 27.07.2026
Prolog
Klimaneutralität bis 2050. Netto Null. Weniger Emissionen. Weniger Ressourcenverbrauch. Weniger Flächenverbrauch. Weniger Abfall.
Die Debatte über Nachhaltigkeit und nachhaltiges Bauen wird von Begriffen des Weniger geprägt. Europäische Richtlinien, Zertifizierungssysteme und nationale Regelwerke übersetzen diese Ziele in Anforderungen an Gebäude, Materialien und Planungsprozesse. Immer präziser wird beschrieben, wie nachhaltiges Bauen auszusehen hat, um die ökologische Belastung unseres Planeten zu reduzieren.
Angesichts der Klima- und Ressourcenkrise wäre alles andere verantwortungslos. Doch die Sprache dieser Debatte verrät zugleich ihre Herkunft. Nachhaltiges Handeln erscheint vor allem als Antwort auf eine Notlage: aus der Sorge um die Zukunft wird ein Muss für die Gegenwart formuliert. Regelwerke sollen dabei aus nachhaltigem Handeln eine Gewohnheit machen. Sie definieren Standards, setzen Grenzen und schaffen Routinen. Gewohnheiten können so von außen geregelt und eingeübt werden. Dabei sind sie aber noch lange keine kulturellen Selbstverständlichkeiten, denn solche brauchen intrinsische Motivation, um gelebt zu werden.
Die Psychologie unterscheidet zwei grundlegende Formen menschlicher Motivation. Die eine richtet sich auf die Vermeidung eines unerwünschten Zustands. Die andere auf das Erreichen eines wünschenswerten Zustands. Obwohl beide das Verhalten langfristig beeinflussen können, unterscheiden sie sich in Art und Tiefe ihrer Wirkung. Wer etwas tut, um Schaden abzuwenden, handelt anders als jemand, der einem positiven Ideal folgt. Vermeidungsziele erzeugen Aufmerksamkeit und Handlungsdruck. Positive Leitbilder stiften Identifikation.
Nachhaltiges Bauen ist heute als Vermeidungsziel formuliert: Wir wollen den Klimawandel begrenzen, Ressourcenverschwendung vermeiden und die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. Doch steht hinter diesen notwendigen Zielen auch eine positive Vorstellung vom Bauen? Was ist das Bild einer gebauten Umwelt, die wir gleichzeitig aus Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen und aus selbstverständlicher Überzeugung anstreben? Welche Beziehung zwischen Mensch und gebauter Umwelt braucht es, damit nachhaltiges Handeln nicht als Verzicht erlebt wird, sondern selbstverständlich aus dieser Beziehung entsteht?
Versuchen wir einen Perspektivenwechsel: Nachhaltiges Handeln nicht aus Angst vor dem, was wir weitergeben, sondern aus Erkenntnis über das, was wir übernommen haben.
Das richtige Maß
Im Nachhaltigkeitsdiskurs ist Suffizienz die Aufforderung, Eingriffe auf das Notwendige zu beschränken. Sie rückt Nutzer:innen und ihre individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsdiskussion und fragt nach dem richtigen Maß. Ich erlaube mir hierzu einige Gedanken in Anlehnung an einen der schärfsten Kritiker der Maßlosigkeit: der österreichische Architekten Adolf Loos
Loos’ Aufsatz “Ornament und Verbrechen” (Loos 1908) ist gegen das architektonische „Make-up“ gerichtet. Diese Kritik erhöht aber die Anforderungen an die Gestaltung selbst. Gestaltungstiefe braucht eine intensive Auseinandersetzung mit Material, Konstruktion, Raum und Proportion sowie mit handwerklicher Qualität. Gestaltungstiefe setzt aber auch die Auseinandersetzung mit den Menschen voraus, für die Architektur entsteht. Je weniger sich ein Gebäude hinter Make-up versteckt, desto mehr muss es durch seine Beziehung zum Menschen überzeugen.
„Das Kunstwerk ist revolutionär, das Haus konservativ.“ (Loos 1910) Loos unterscheidet grundlegend und plakativ zwischen Kunst und Architektur: Das autonome Kunstwerk folgt seiner eigenen künstlerischen Logik und ist – wenn überhaupt – nur dem Künstler zu Rechenschaft verpflichtet. Das Haus hingegen dient als Gebrauchsgegenstand dem Leben seiner Bewohner:innen. Ein Gebrauchsgegenstand ist in diesem Sinne allerdings kein Konsumgut. Wer das Haus als Gebrauchsgegenstand versteht, gestaltet nicht in erster Linie für sich selbst, sondern für das Leben anderer. Dabei ist Architektur nicht nur eine Antwort auf aktuelle Bedürfnisse. Sie eröffnet Möglichkeiten, lädt zur Aneignung ein, macht Beziehungen möglich und regt Nutzungen an, an die ihre Bewohner:innen vielleicht selbst noch nicht gedacht haben.
Hundert Jahre nach Loos stehen wir erneut vor einer Debatte und der Frage nach dem richtigen Maß. Diesmal geht es nicht um Ornament, sondern um Ressourcen und Optimierungen. Wie viel Technik ist notwendig? Wie viel Material? Wie viel Eingriff? Wie viel Veränderung? Auch die Suffizienz rückt – ähnlich wie Loos – die Nutzer:innen im Mittelpunkt der Gestaltung und fordert keine Beantwortung dieser Fragen von Außen – durch den Kanon von Vorgaben – sondern von Innen – aus dem tatsächlichen Gebrauch und der Beziehung zum Gebrauchsgegenstand Architektur.
Erbe und Erben
Der Begriff des kulturellen Erbes wird mit materiellen und immateriellen Gütern von hoher Bedeutung assoziiert. Heritage Theory untersucht, wie Geschichte gesellschaftlich in kulturelle Bedeutung übersetzt wird. Schutzmechanismen wie der Denkmalschutz übernehmen die Verantwortung für die Erhaltung der Träger dieser Bedeutung. Die Begründung für den Schutz liegt im Interesse der jeweiligen Erbengemeinschaft an diesen Güter: im Falle amtlich geschützter Objekte ist es die Öffentlichkeit.
Die Begriffe des Erbes – als Objekt – und des Erben – als Person oder Gruppe – sind von der Benennung einzelner Gebäude durch Außenstehende und einem etwaigen damit zusammenhängenden amtlichen Schutz zu unterscheiden. Die Werte, für die ein geschütztes Gebäude als Bedeutungsträger steht, werden nicht mit dem physischen Objekt erschaffen. Sie entstehen dort, wo materielle Substanz, Erkenntnisse, Erinnerungen und Erfahrungen in Beziehung zueinander treten. Dies trifft – zwar in unterschiedlichem Ausmaß und Wirkungskreis – für jedes Gebäude zu!
Als “nicht-Kunstwerk” wird ein Haus für das Leben gebaut, das sich in ihm entfalten wird. Es wird bewohnt, gepflegt, repariert, verändert und an neue Bedürfnisse angepasst. Diese Wechselwirkung reicht weiter als eine einzelne Nutzungsphase: über Generationen kommen Menschen hinzu, eignen sich Architektur an, verändern sie und geben sie weiter. Es entsteht eine fortdauernde, vielschichtige Geschichte, deren jedes einzelne Kapitel mit der jeweiligen Nutzungsphase beginnt. Im Hinblick auf diese fortdauernde Transformation wird auch die Frage nach dem richtigen Maß komplexer: Sie betrifft nicht mehr nur den Entwurf als materialisierte gestalterische Geste oder die aktuellen Bedürfnisse und Gebrauchsmuster der Nutzer:Innen, sondern die langfristige Beziehung zwischen dem Erbe/Gebäude und den Erben/Menschen. Diese Beziehung möchte ich im Vorgang des Erbens und Vererbens zusammenfassen im Begriff “Inheritance”.
Als kultureller Prozess umfasst “Inheritance” die Vorgänge des Übernehmens, Interpretierens, Veränderns sowie Weitergebens und verbindet dadurch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Geschichte verstehen
Jedes Gebäude erzählt Geschichten. Von Architekten und Baujahren, von historischen Ereignissen, technischen Möglichkeiten oder gesellschaftlichen Entwicklungen, von Begegnungen und Auseinandersetzungen, aber auch von Reparaturen, Umbauten, alltäglicher Nutzung und den Entscheidungen früherer Generationen.
Diese Geschichten sind Ausdruck der Werte, Bedürfnisse und Möglichkeiten sowie der Lebensweise ihrer Zeit. Geschichte zu verstehen bedeutet, aus den Daten über ein Gebäude zu erkennen, warum der Bestand so geworden ist, wie er heute ist. Erst dieses Verständnis macht es möglich, dass ein bestehendes Gebäude als Kulturerbe wahrgenommen wird – nicht im Sinne geschützter Güter, sondern wortwörtlich als kulturelles Erbgut.
- “Geschichte verstehen” richtet den Blick auf das Erbe und dessen vergangene Übergabe.
Bestand aneignen
Verstehen allein schafft noch keine Bindung. Das Gebäude ist zunächst “ein” Kulturerbe, noch nicht aber “mein” Kulturerbe. Das Gebäude adressiert einen bestimmten Erben oder Gruppe von Erben erst dann, wenn Menschen beginnen, es zu ihrer eigenen Angelegenheit zu machen.
Aneignung bedeutet dabei nicht Besitz sondern Identifikation. Sie beschreibt den Prozess, in dem das Vorgefundene Teil der eigenen Lebenswirklichkeit wird. Das Gebäude wird den eigenen Werten gegenübergestellt, Bedeutungen werden neu kalibriert. Einige Erzählungen werden überzeichnet, andere vernachlässigt. Neue Erlebnisse kommen hinzu. Das Gebäude wird als Gebrauchsgegenstand vereinnahmt und kontrolliert. Gleichzeitig werden seine Grenzen ausgelotet, verhandelt und anerkannt. Aneignung verbindet damit die übernommene Biografie des Erbes mit der der Erben.
- “Bestand aneignen” richtet den Blick auf den gegenwärtigen Erben und seine Übernahme des Erbes.
Sich zur Zukunft bekennen
Jedes geschätzte Erbe verweist schließlich über den gegenwärtigen Erben hinaus, so dass die übernommene Verantwortung in den gleichen Maßen der Vergangenheit wie der Zukunft gilt. Bestehende Werte werden nicht konserviert, sondern sorgfältig weitergetragen. Neue Werte sollen nicht verunmöglicht werden, sondern an bestehende hinzutreten können.
Jede Generation bereichert den Bestand um ihre eigene Zeit, bevor sie ihn weitergibt. Das Bekenntnis zur Zukunft betrifft nicht das Ausmaß der Veränderung, es ist kein Abwiegen zwischen möglichst wenig oder möglichst viel. Es bedeutet, so zu verändern, dass zukünftige Erben den Bestand und seine Geschichte ebenso verstehen, sich ihn aneignen und verantwortungsvoll weiterentwickeln können.
- “Sich zur Zukunft bekennen” richtet den Blick auf die Übergabe des Erbes an zukünftige Erben.
“Inheritance” als Prozess setzt für die Beziehung zwischen Mensch und Gebäude somit voraus, dass
- der Mensch seine Rolle bewusst übernimmt und
- den fortlaufenden Zyklus der Übernahme, Transformation und Weitergabe des Gebäudes in seinem Handeln berücksichtigt.
Jede Generation übernimmt den Bestand mit den Spuren früherer Erben und hinterlässt zugleich ihre eigenen. “Inheritance“ ist damit kein einmaliger Akt, sondern ein fortlaufender kultureller Prozess, der Geschichte nicht nur bewahrt, sondern fortschreibt und ihre Lesbarkeit über Generationen hinweg erhält. Gerade diese Spuren – materiell in Form von Alterung, Reparaturen und Umbauten, ebenso wie immateriell in Erinnerungen, Bedeutungen und Erzählungen – machen Gebäude zu Trägern eines kulturellen Dialogs zwischen Generationen.
Inheritance und Transformation
Transformation wird im Nachhaltigkeitsdiskurs aus dem Bedarf begründet. Sie beginnt meist mit einem Problem. Ein Gebäude verbraucht zu viel Energie. Es erfüllt die aktuellen Anforderungen nicht mehr. Seine Konstruktion ist technisch überholt oder seine Nutzung ist nicht zeitgemäß. Die Notwendigkeit zur Veränderung scheint unmittelbar dem Defizit zu folgen und bestimmt das Maß.
“Inheritance” rückt Transformation in ein anderes Licht: An Stelle der punktuellen Antwort auf einen aktuellen Bedarf wird Transformation zur intrinsischen Aufgabe einer jeden Generation von Erben. Das Erbe – denkmalgeschützt oder nicht – wird im Zuge des kulturellen Prozesses des Erbens und Vererbens transformiert: nicht zwangsläufig und immer physisch, aber auf jeden Fall durch die individuelle Beziehung, die die jeweilige Generation von Erben aufbaut. Das Ausmaß des Eingriffs reagiert zwar (auch) auf den akuten Bedarf, ergibt sich aber aus dem zeitspezifischen Verständnis der Werte: Der Bedarf macht deutlich, dass wir handeln müssen. Das Werteverständnis hilft zu entscheiden, wie wir – über die reine Reaktion hinaus – handeln sollten.
Diese Beziehung zwischen Werteverständnis und Transformation des Gebäudebestandes wird in mehreren europäischen Initiativen des 21. Jahrhunderts thematisiert. Die Faro Convention (Convention on the Value of Cultural Heritage for Society, 2005) versteht Kulturerbe nicht mehr ausschließlich als schützenswertes Objekt, sondern als Beziehung zwischen Menschen und den Werten, die sie ihrem Erbe zuschreiben. Die Davos Declaration (Towards a high-quality Baukultur for Europe, 2018) beschreibt Baukultur als gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung und erweitert den Blick vom geschützten Kulturerbe auf die Qualität der gesamten gebauten Umwelt. Das New European Bauhaus (2020/2021) verbindet Nachhaltigkeit, Schönheit und Teilhabe und macht deutlich, dass die ökologische Transformation nur dann dauerhaft gelingen kann, wenn sie zugleich kulturell und sozial getragen wird.
“Inheritance” knüpft an diese Entwicklungen an und ordnet die Beziehung zwischen Mensch und Gebäude einem zeitlichen Kontinuum unter. Während Faro, Davos und das New European Bauhaus vor allem beschreiben, welche Qualitäten “unsere” gebaute Umwelt besitzen soll und warum diese Qualitäten gesellschaftlich bedeutsam sind, widmet sich “Inheritance” dem kulturellen Prozess, durch den diese Qualitäten über Generationen hinweg verstanden, angeeignet, weiterentwickelt und weitergegeben wurden und werden.
Transformation aus dem fortlaufenden Prozess von Erben und Vererben heraus richtet den Blick zunächst auf das Vorhandene. Nicht weil sie dem Bewahren per se verpflichtet ist, sondern weil jede verantwortungsvolle Veränderung voraussetzt, zu verstehen, was überhaupt verändert wird. Der Transformationsdialog zwischen Bewahren und Erneuern wird dadurch im Rahmen der bewussten Fortschreibung einer Geschichte geführt. Die Begründung aus dem Werteverständnis verankert die Begründung aus dem Bedarf im kontinuierlichen Erbprozess. Je tiefer das Verständnis des Bestandes, je stärker seine Aneignung und je größer die Verantwortung gegenüber zukünftigen Erben, desto selbstverständlicher wird die Frage nach dem richtigen Maß. “Inheritance” verschiebt die Grenzen der technischen Optimierung im Sinne der Suffizienz. Den Bestand als Erbe zu verstehen, bedeutet zwischen möglichen und sinnvollen Eingriffen zu unterscheiden. Nicht allein deshalb, weil Ressourcen knapp sind oder Emissionen reduziert werden müssen – so richtig und notwendig diese Ziele sind –, sondern weil jede Veränderung in Beziehung zu den übernommenen Werten und zu den zukünftig übergebenen Werten steht. Suffizienz erscheint dadurch nicht länger ausschließlich als Strategie zur Ressourcenschonung – sie wird zur Konsequenz eines gelungenen Prozesses des Erbens.
Epilog
Die Nachhaltigkeitsdebatte hat mit der Lebenszyklusbetrachtung den Fokus entscheidend langfristig gesetzt: Gebäude werden über ihre gesamte Nutzungsdauer analysiert und bewertet. Damit stellt sich zwangsläufig eine weitere Frage: Wann gilt ein Gebäude oder ein Bauteil als „am Ende“? Die Lebensdauer eines Gebäudes ist nicht allein technisch bestimmt. Sie ist ebenso das Ergebnis kultureller Vorstellungen von Qualität und hängt damit unmittelbar von der Gestaltungstiefe ab. Ist ein Gebäude oder sind seine Bauteile reparierbar und adaptierbar oder müssen sie bei jeder Anforderungsänderung ersetzt werden? Verstehen wir das Altern von Gebäuden, Materialien und Eingriffen als Veredelung – oder als Qualitätsverlust?
Klimaneutralität bis 2050 ist ein plakatives Ziel. Doch das greift zu kurz: 2050 ist nicht der Zeitpunkt, an dem wir beurteilen können, ob unsere heutige Baukultur erfolgreich war. Die Gebäude, die wir heute transformieren, werden dann erst einen Teil ihres Weges hinter sich haben. Einige werden bereits vor der Aufgabe stehen, weitergegeben zu werden, andere werden weiterhin aus den Anpassungen unserer Generation schöpfen.
Aus der Perspektive von „Inheritance“ entscheidet sich der Erfolg von Baukultur bei der Übergabe und Übernahme vom Erbe einschließlich der Weichen, die jede Generation mit ihren Transformationen stellt. Erst dann wird sich zeigen, ob ihre Eingriffe neue Erbprozesse ermöglicht oder lediglich den nächsten Sanierungszyklus vorbereitet haben. Werden wir nachhaltig gebaut und Ressourcen und Emissionen eingespart haben? Oder werden wir zu einer nachhaltigen Baukultur beigetragen haben, in der die Menschen das Vorhandene übernehmen und weitertragen wollen? Wird die nächste Generation unsere Transformation pflegen – oder ersetzen wollen? Werden übernächste Generationen darin unsere Vorstellungen einer gut gebauten Umwelt erkennen – oder lediglich die technische Antwort auf die Krisen unserer Zeit? Erst dann wird sich zeigen, ob wir das richtige Maß getroffen haben und ob Suffizienz eine Not geblieben oder kulturelle Selbstverständlichkeit geworden ist.
Literatur:
Council of Europe (2005). Framework Convention on the Value of Cultural Heritage for Society (Faro Convention). Faro, 2005. Online at: https://www.coe.int/en/web/culture-and-heritage/faro-convention
Davos Declaration (2018). Davos Declaration: Towards a High-Quality Baukultur for Europe. Davos, 2018. Online at: https://davosdeclaration2018.ch/en/
European Commission (2021). New European Bauhaus: Beautiful, Sustainable, Together. Brussels, 2021. Online at: https://new-european-bauhaus.europa.eu/index_en
Loos, Adolf (1908): Ornament und Verbrechen. In: Trotzdem. Gesammelte Schriften 1900–1930. Innsbruck: Brenner-Verlag, 1931.
Loos, Adolf (1910): Architektur. In: Trotzdem. Gesammelte Schriften 1900–1930. Innsbruck: Brenner-Verlag, 1931.
