Mission & Ansatz

CHI-L erforscht das Verhältnis zwischen geerbten kulturellen Werten und der zeitgenössischen Gesellschaft. Durch die Verbindung von Reflexion, künstlerischer Auseinandersetzung, kritischen Essays und praxisorientierten F&E-Projekten wird untersucht, wie kulturelle, gesellschaftliche und materielle Dimensionen des Erbes zusammenwirken – und wie dieses Verständnis in tragfähige Ansätze für die Transformation und Wiederverwendung bestehender Gebäude übersetzt werden kann.

Kernpunkte unserer Tätigkeit

  1. das Erben als kultureller Prozess untersuchen, in dem Werte innerhalb der heutigen Gesellschaft entstehen, ausgehandelt und transformiert werden, und analysieren, wie sich dieser Prozess im gebauten Umfeld manifestiert und mit ihm in Wechselwirkung tritt.
  2. Integrierte Ansätze entwickeln, die künstlerische Auseinandersetzung, kritische Reflexion und praxisorientierte F&E verbinden und narrative sowie soziokulturelle Werte mit technischen, ökologischen und funktionalen Leistungsanforderungen verknüpfen.
  3. Eigentümer:innen, Gemeinschaften und öffentliche Akteur:innen dabei unterstützen, nachhaltige Transformations- und Wiederverwendungsstrategien zu entwickeln, die kulturelle Bedeutung, gesellschaftliche Relevanz, regulatorische Rahmenbedingungen und die langfristige Leistungsfähigkeit des Gebäudebestands in Einklang bringen.

Wie wir arbeiten

CHI-L arbeitet in einem integrierten Zyklus aus Reflexion und Praxis. Künstlerische Arbeiten fungieren als erkenntnisleitendes und diskursives Medium, das Fragen von Wert, Kontinuität und Wandel erfahrbar macht und Räume für breitere soziokulturelle Auseinandersetzungen eröffnet. Kritische Essays liefern konzeptionelle Tiefe, verorten diese Fragestellungen in übergeordneten kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten und fördern den interdisziplinären Dialog.

Anwendungsorientierte F&E-Projekte übersetzen diese Erkenntnisse in Werkzeuge für Kommunikation, Bewertung und Zusammenarbeit sowie in konkrete Transformationsprozesse – etwa durch soziokulturelle Bestandsanalysen und die Entwicklung kontextspezifischer Transformationskonzepte. Zentrales Element ist dabei die Integration narrativer Werte mit technischen Leistungswerten, sodass kulturelle Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz gleichrangig mit materiellen, ökologischen und funktionalen Kriterien berücksichtigt werden.

Auf diese Weise verbindet CHI-L kritischen Diskurs mit praktischem Handeln und unterstützt Transformationsprozesse, die sowohl kulturell fundiert als auch technisch tragfähig sind.